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	<title>BernsteinBlog &#187; Goethe</title>
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	<description>Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel ::: BuchWesen - am Pult der Zeit</description>
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		<title>Fremde Feder #2</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 11:59:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Goethe den »Triumph der Empfindsamkeit« schrieb, wusste er noch nichts von Facebook, aber er kannte die Liebe zur Illusion und zum Schauspiel, und er wusste aus eigener Erfahrung, dass diese Liebe stärker werden kann als die zur Wirklichkeit. Mit seiner »komischen Oper ›Triumph der Empfindsamkeit‹, die so toll und grob als möglich« sein sollte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Goethe den »Triumph der Empfindsamkeit« schrieb, wusste er noch nichts von Facebook, aber er kannte die Liebe zur Illusion und zum Schauspiel, und er wusste aus eigener Erfahrung, dass diese Liebe stärker werden kann als die zur Wirklichkeit. Mit seiner »komischen Oper ›Triumph der Empfindsamkeit‹, die so toll und grob als möglich« sein sollte, erteilte er diesem Treiben, das auch sein Treiben war, eine Absage:<br />
Der empfindsame <em>Prinz Oronaro</em> hat sich eine gigantische Scheinwelt aufgebaut, in der er vor den Unannehmlichkeiten der Realität verschont bleibt. Er lebt in einer Theaterwelt, in der es alles gibt, was sein sentimentales Herz begehrt. Weil er, wie jeder Empfindsame, die Natur ausdrücklich und an allererster Stelle liebt, hat er sich von  Künstlern, Musikern und Hoftapezieren eine phantastische Kunstnatur errichten lassen. Wälder und Berge, Vogelgezwitscher und sprudelnde Quellen, selbst der Mondschein befindet sich in den Kisten, die ihm zu einem ungestörten Naturgenuss verhelfen. Denn schließlich sind selbst in den »schönsten Mondnächten die Mücken« unterwegs, wird die zärtlichste »Empfindung durch eine herunterfahrende Spinne gestört«, ist es sowieso unterm freien Himmel nicht so, dass es dem Empfindlichen wohl wird.<br />
Eines Tages trifft <em>Oronaro</em> auf die empfindsame <em>Mandandane</em> und verliebt sich in sie. Wie er liebt <em>Mandandane</em> den Mondschein, wie er, die Gräber und die Nachtigallen. Dazu hat sie eine Vorliebe für »Schnupftücher« und Monodramen &#8211; das sind Stücke, in denen alle Rollen von ihr selbst gespielt werden.<br />
Auch <em>Mandandane</em> liebt den Prinzen, aber sie ist verheiratet, und ihr Mann <em>König Andrason</em> nicht bereit, seine Frau frei zu geben.  Da stiehlt der Prinz <em>Mandandane</em> ein Kleid und gestaltet daraus eine Puppe, die er mit empfindsamer Literatur, so auch Goethes Werther füllt. Die Puppe verbirgt er in einer seiner Lauben und verbringt fortan seine Zeit mit ihr.<br />
Eines Tages entdeckt der König, der trotz seines guten Humors von den Monodramen und der »poetisch-theatralischen  Wut« seiner Frau langsam genug hat, die Puppe und zeigt sie ihr.<br />
<em>Mandandane</em> ist entsetzt und will nicht glauben, dass die Liebe des Prinzen eine Farce sei, nichts mehr als eine Phantasterei. Sie lässt die Puppe verschwinden und setzt sich an ihre Stelle.  Als der Prinz grübelnd die Laube betritt – grübelnd, weil die Götter ihm soeben mitgeteilt haben, er solle die Finger von <em>Mandandane</em> lassen – merkt er sofort, dass etwas passiert ist. »Ist&#8217;s möglich?« ruft er, »in meinem Herzen entwickelt, bestimmt sich das Gefühl: du kannst, du willst sie weggeben …. Mir ist&#8217;s, als wenn du es nicht wärest, als ob eine Fremde mir untergeschoben wäre.«<br />
<em>Mandandane</em> hat genug gehört, um von ihrer Leidenschaft kuriert zu sein und auch der Prinz, nicht wissend, dass es nicht die Puppe ist, die vor ihm sitzt, beschließt auf seine Geliebte zu verzichten.<br />
Als <em>Oronaro</em> jedoch kurz darauf noch einmal die Laube betritt und nun wieder seine Puppe vorfindet, ist er erneut »vom Zauberstrudel fortgerissen« und schwört seiner »geflickten Braut« die ewige Treue.</p>
<p>›Federhalterin‹ für diesen <a title="Mit “fremder Feder” geschmückt …" href="http://blog.bernstein-verlag.de/2011/06/23/mit-fremder-feder-geschmuckt/">zweiten Beitrag</a> ist <strong>©Andrea Schütte-Bubenik</strong>,<br />
der wir sehr herzlich danken.</p>
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		<title>Bernstein featured by Goethe</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2011/05/12/bernstein-featured-by-goethe/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 09:15:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der aktuelle Newsletter der Goethe-Gesellschaft Weimar e.V. bringt &#8211; zu unserer großen Freude &#8211; als Feature einen Bericht über den Bonner Bernstein-Verlag. Die Homepage und insbesondere der in der nunmehr 2. Ausgabe vorliegende Newsletter der ›Weimarer Muttergesellschaft‹ sei hiermit allen Goethe-Freunden nachdrücklich empfohlen. - Mit Goethe in guter Gesellschaft! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.goethe-gesellschaft.de/docs/newsletter.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-1713" title="Feature, Head" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2011/05/BV_Titel_blogpost.bmp" alt="" width="476" height="253" /></a></p>
<p>Der <strong></strong> <a title="... zum Newsletter(-Archiv) der GG Weimar" href="http://www.goethe-gesellschaft.de/docs/newsletter.html" target="_blank">aktuelle <strong>Newsletter</strong></a> der <strong>Goethe-Gesellschaft Weimar e.V.</strong> bringt &#8211; zu unserer großen Freude &#8211; als <em>Feature</em> einen Bericht über den Bonner Bernstein-Verlag. Die Homepage und insbesondere der in der nunmehr 2. Ausgabe vorliegende Newsletter der ›Weimarer Muttergesellschaft‹ sei hiermit allen Goethe-Freunden nachdrücklich empfohlen.</p>
<p><strong>- Mit Goethe in guter Gesellschaft! -</strong></p>
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		<title>Ich träume lieber Fritz den Augenblick &#8230;</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2011/03/20/ich-traume-lieber-fritz-den-augenblick/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 12:41:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unter den zahlreichen Briefwechseln zwischen Göthe und seinen Freunden, deren Kenntniß wir den letzten Jahren verdanken, ist der vorliegende zwar nicht einer der umfangreichsten, aber ohnstreitig einer der interessantesten und wichtigsten. Nicht blos bietet er ganz neue Seiten für die Erkenntniß des Verhältnisses zwischen Göthe und Jacobi, welches bisher meist falsch dargestellt ist, sondern eröffnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1582" title="Briefwechsel-U1_cut" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2011/03/Briefwechsel-U1_cut-300x254.jpg" alt="" width="210" height="178" />Unter den zahlreichen Briefwechseln zwischen Göthe und seinen Freunden, deren Kenntniß wir den letzten Jahren verdanken, ist der vorliegende zwar nicht einer der umfangreichsten, aber ohnstreitig einer der interessantesten und wichtigsten. Nicht blos bietet er ganz neue Seiten für die Erkenntniß des Verhältnisses zwischen Göthe und Jacobi, welches bisher meist falsch dargestellt ist, sondern eröffnet uns auch eine tiefe Einsicht sowohl in die Natur Jacobi’s, die so klar und einfach ist, daß sie sich auch der gewöhnlichen Betrachtung nicht verleugnet, als besonders Göthes, des reichen unergründlichen Geistes, und giebt dabei viele Aufschlüsse über seine Studien und Schriften, die wir mit Dank annehmen. Indem nun das Verhältniß zwischen den beiden Männern sich als ein durchaus herzliches darstellt, fühlen wir uns von demselben von Brief zu Brief immer mehr angezogen und weilen mit Behagen in dem trauten Freundeskreise, der sich vor unsern Augen erweitert und die anziehendsten Gestalten aus Göthe’s Leben und vorführt. Darum kann man wohl jeden gemüthvollen Menschen einladen, in diesen Garten der köstlichsten Freundschaftsblumen einzutreten und an ihrem Dufte sich zu laben, und fühlt sich dem verehrungswerthen Herausgeber, dem Sohne Friedrich Jacobi’s, für die Sorgfalt der Anordnung zu Danke verpflichtet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es liegt aber nicht in dem Zwecke dieser Zeitschrift, auf den Werth dieser Briefsammlung im Allgemeinen aufmerksam zu machen, sondern vielmehr an dem Einzelnen nachzuweisen, was wir für die Kenntniß Göthe’s und seiner Dichtungen aus ihr gewinnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem Briefwechsel mit Jacobi ist als Einleitung ein kurzer von Göthe mit der Gattin Jacobi’s, Helene Elisabeth, geborene von Clermont, vorausgeschickt, die der Dichter früher kennen gelernt hatte als ihren Gatten und in seinem Leben auch mehrfach erwähnt. Es sind neun von Göthe und zwei von Frau Jacobi, aus den J. 1778 und 1774; dazu kommen zwei Briefe Göthe’s an Johanna Fahlmer, eine Tante Jacobi’s, die zweite Gattin von Johann Georg Schlosser, aus den Jahren 1778 und 1777. In diesen Briefen herrscht durchweg der Stil der Sturmperiode, es geht bunt darin her, recht frisch, genial lustig, man macht nicht viel Umstände, Göthe läßt sich auch wohl etwas weit gehen, wird genial derb (besonders in dem ersten Briefe an Johanna Fahlmer), aber es ist dabei doch ein so gemüthliches Leben, daß man die kleinen Lascivitäten leicht mit in den Kauf nimmt. Nur wegen der tiefsinnigen Liebe Göthe’s zu seiner verstorbenen Schwester muß namentlich der 13. Brief an Joh. Fahlmer hervorgehoben werden. [fortgesetzt ...]</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Q.: </strong>Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen. Unter besonderer Mitwirkung von Robert Hiecke und Heinrich Viehoff herausgegeben von Ludwig Herrig. Druck und Verlag von George Westermann, Braunschweig 1849. Sechster Band (1849), Seite 333–340.</p>
<p style="text-align: justify;">Die ganze Rezension aus der Feder von <strong>Prof. Dr. Ludwig Hölscher</strong> des Briefwechsels in der Rubrik ›Beurtheilungen und kurze Anzeigen‹ gibt es <a title="Der Briefwechsel im Bernstein-Verlag [2005]" href="http://www.bernstein-verlag.de/buch/ich-traeume-lieber-fritz-den-augenbklick" target="_blank">hier</a> (unter ›Download‹) zu lesen.</p>
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		<title>Familie Jacobi-Clermont zieht Kreise &#8230;</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2011/03/16/familie-jacobi-clermont-zieht-kreise/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 15:07:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bevor der Band »Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnisse und Zeitzeugnisse« von Jan Wartenberg (Berlin) nun in die Druckerei fliegt, haben wir das Cover noch ein wenig optimiert und denken, dass es nun ein passendes ›Habit‹ für dieses kommentierte Album der besonderen Art abgeben kann/wird. Wohl zum Monatswechsel ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1561 aligncenter" title="U1_Wartenberg" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2011/03/U1_VLB.jpg" alt="Cover" width="390" height="416" /></p>
<p>Bevor der Band <strong>»Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnisse und Zeitzeugnisse«</strong> von <strong>Jan Wartenberg</strong> (Berlin) nun in die Druckerei fliegt, haben wir das Cover noch ein wenig optimiert und denken, dass es nun ein passendes ›Habit‹ für dieses <em>kommentierte Album der besonderen Art</em> abgeben kann/wird.</p>
<p>Wohl zum Monatswechsel ist der Band also nach längerer, aber nun sicher lohnend investierter Verzögerung beim Verlag und über den Buchhandel zu beziehen.<br />
<strong><span style="text-decoration: underline;">Bibliographie:</span></strong><br />
Jan Wartenberg: Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnsse und Zeitzeugnisse. Hrsg. v. Goethe-Museum Düsseldorf &#8211; Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, mit einem Geleitwort von Volkmar Hansen und einer Einleitung von Gudrun Schury. Mit zahlreichen s/w-Abbildungen im Text und farbigen Abbildungen auf 32 Tafeln sowie einer genealogischen Falttafel im Anhang, 317 Seiten, 21 x 22,5 cm, gebunden, fadengeheftet mit Lesebändchen, ISBN 978-3-939431-05-3, Euro 34,80. → zum <a title="Bestellung + Info" href="http://www.bernstein-verlag.de/buch/der-familienkreis-friedrich-heinrich-jacobi-und-helene-elisabeth-von-clermont" target="_blank">Buch</a></p>
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		<title>Goethe und Beethoven, in: Jahresgaben 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 19:01:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ab sofort sind die »Jahresgaben« der Goethe-Gesellschaft Bonn (ab Band 2009 nun im Verlagsprogramm) zu haben. Die Mitglieder der Gesellschaft erhalten ein Exemplar im Rahmen der Mitgliedschaft, interessierte Goethe-Freunde können den Band über den Verlag und im Buchhandel bestellen. Mit einem expliziten Bonn-Bezug sei hier exemplarisch auf den Beitrag von Dr. Arnold Pistiak hingewiesen: »Gebändigt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort sind die <strong>»Jahresgaben«</strong> der <a title="Homepage Goethe-Gesellschaft Bonn" href="http://www.goethe-gesellschaft-bonn.de" target="_blank">Goethe-Gesellschaft Bonn</a> (ab Band 2009 nun im Verlagsprogramm) zu haben. Die Mitglieder der Gesellschaft erhalten ein Exemplar im Rahmen der Mitgliedschaft, interessierte Goethe-Freunde können den Band über den <a href="http://www.bernstein-verlag.de/band/jahresgaben-2009" target="_blank">Verlag</a> und im Buchhandel bestellen.<br />
Mit einem expliziten Bonn-Bezug sei hier exemplarisch auf den Beitrag von Dr. Arnold Pistiak hingewiesen: »Gebändigt? Ungebändigt? Überlegungen zum Verhältnis von Goethe und Beethoven«. Als kleines ›amuse gueule‹ wird hier ein Auszug aus der Einleitung wiedergegeben:</p>
<blockquote><p>»Der kann Alles«, meinte Franz Schubert, »wir aber können noch nicht Alles verstehen und es wird noch viel Wasser die Donau dahinwogen, ehe es zum allgemeinen Verständniß gekommen, was dieser Mann geschaffen.«<a href="#_ftn1">[1]</a> »Der kann alles«: Schuberts Worte bezogen sich auf Beethoven – sie hätten sich aber auch auf den Dichter beziehen können, der beide Musiker – und nicht nur sie – mehrfach brüskiert hatte: auf Goethe. Beethoven und Goethe – seit dem Erscheinen von Bettina von Arnims Briefroman <em>Goethe&#8217;s Briefwechsel mit einem Kinde</em> ist rund ein Dutzend Arbeiten erschienen, die den Beziehungen der beiden Großen nachspüren. Allerdings geht es in ihnen zumeist um jene Begegnung, von der Bettina erzählt. Beethoven, schreibt sie (1832), habe ihr einen Brief gesandt und unter anderem berichtet:</p>
<p>»Wir begegneten gestern auf dem Heimweg der ganzen Kaiserlichen Familie. Wir sahen sie von weitem kommen, und der Göthe machte sich von meiner Seite los, um sich an die Seite zu stellen; ich mochte sagen, was ich wollte, ich konnte ihn keinen Schritt weiter bringen, ich drückte meinen Hut auf den Kopf, knöpfte meinen Oberrock zu und ging mit unterschlagenen Armen mitten durch den dicksten Haufen.«<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Dieser Brief liegt nicht vor. Ist er verloren gegangen, wurde er vernichtet, wurde er erdichtet? Wir wissen es nicht. Gerade an diesem Punkt aber setzen immer wieder Spekulationen an, darauf gerichtet, das ›Richtige‹ herausfinden zu wollen. Daran werde ich mich hier nicht beteiligen. Ich lade Sie jedoch ein, einige Blicke auf das Verhältnis von Beethoven und Goethe zu werfen – zunächst auf ihre Begegnungen im Sommer 1812, sodann auf einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Weltverhältnis und Kunstverständnis. [...]</p></blockquote>
<div>
<hr size="1" />
<div>
<blockquote><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Nach einem Bericht von Karl Johann Braun v. Braunthal. In: Ludwig van Beethoven. Berichte der Zeitgenossen, Briefe und persönliche Aufzeichnungen, gesammelt und erläutert von Albert Leitzmann, 2 Bde., Leipzig 1921, 1. Bd., S. 335.</p></blockquote>
</div>
<div>
<blockquote><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Bettine von Arnim, Goethe&#8217;s Briefwechsel mit einem Kinde (Werke und Briefe in vier Bänden. Hg. v. Walter Schmitz und Sibylle von Steinsdorff), 2. Bd., Frankfurt am Main 1992, S. 853.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bibliographie des angezeigten Bandes:</span><br />
Jahresgaben der Goethe-Gesellschaft Bonn. 2009. Herausgegeben von der Goethe-Gesellschaft Bonn e.V. 1. Aufl., Bonn 2011, 126 Seiten, ISSN 2191-480X, ISBN 978-3-939431-60-2, Euro 14,80.</p>
</div>
</div>
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		<title>Schriften der Darmstädter Goethe-Gesellschaft</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2010/12/06/schriften-der-darmstadter-goethe-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 13:38:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Januar 2011 erscheint das erste Heft der »Schriften der Darmstädter Goethe-Gesellschaft«, die Dr. Ulrike Leuschner für den Vorstand der Gesellschaft im Bernstein-Verlag herausgibt. Heft 1 wird folgende Beiträge verfügbar machen: Christoph Michel: »Fuldische Wege«. Fulda in Goethes Korrespondenz, Tagebüchern, Gesprächen und amtlichen Schriften. Walter Hettche: »Mit dem zärtlichsten Gefühle«. Karl Ludwig von Knebel im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <strong>Januar 2011</strong> erscheint das erste Heft der <strong>»Schriften der Darmstädter Goethe-Gesellschaft«</strong>, die <strong>Dr. Ulrike Leuschner</strong> für den Vorstand der Gesellschaft im Bernstein-Verlag herausgibt.</p>
<p>Heft 1 wird folgende Beiträge verfügbar machen:</p>
<ul>
<li><strong>Christoph Michel:</strong> »Fuldische Wege«. Fulda in Goethes Korrespondenz, Tagebüchern, Gesprächen und amtlichen Schriften.</li>
<li><strong>Walter Hettche:</strong> »Mit dem zärtlichsten Gefühle«. Karl Ludwig von Knebel im Briefwechsel mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim.</li>
</ul>
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		<title>Neuedition in Vorbereitung &#8211; Paul Heyse: Das Goethe-Haus in Weimar</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2010/09/11/neuedition-in-vorbereitung-paul-heyse-das-goethe-haus-in-weimar/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 16:11:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Für Mitte Dezember bereitet der Bernstein-Verlag eine Neuausgabe von Paul Heyses »Das Goethe-Haus in Weimar« vor. Das erstmals 1896 veröffentlichte Langgedicht des Literaturnobelpreisträgers von 1910 wird in diesem Band nicht nur in der deutschen Fassung, sondern auch in einer englischen Übersetzung verfügbar gemacht und durch einen Begleittext sowie einen Stellenkommentar von Ralf Georg Czapla (Heidelberg) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-1358" title="Cover_Heyse_Goethehaus" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2010/09/U1_Heyse-726x1024.jpg" alt="" width="326" height="458" /></p>
<p>Für Mitte Dezember bereitet der Bernstein-Verlag eine Neuausgabe von <a title="Autorenseite Paul Heyse, BV" href="http://www.bernstein-verlag.de/autor/heyse-paul" target="_blank"><strong>Paul Heyses</strong></a> »Das Goethe-Haus in Weimar« vor. Das erstmals 1896 veröffentlichte Langgedicht des Literaturnobelpreisträgers von 1910 wird in diesem Band nicht nur in der deutschen Fassung, sondern auch in einer englischen Übersetzung verfügbar gemacht und durch einen Begleittext sowie einen Stellenkommentar von <strong>Ralf Georg Czapla</strong> (Heidelberg) erschlossen. Alle Teile werden von <strong>Martin Bidney</strong> (Vestal, NY) ins Englische übersetzt und eröffnen den Zeilen Heyses damit einen weiteren Leserkreis.</p>
<p>Näheres zur der Neu-Edition folgt hier immer wieder zeitnah. &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Helmut Koopmann: Faust reist an den Lido &#8230;</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2010/04/20/helmut-koopmann-faust-reist-an-den-lido/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 19:42:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Thomas Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Koopmann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bernstein-verlag.de/?p=1066</guid>
		<description><![CDATA[»Faust reist an den Lido. Goethes Spuren in Thomas Manns Novelle ›Der Tod in Venedig‹« &#8211; so lautet der Titel von Band 3 der Schriften des Ortsvereins BonnKöln der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft e.V. Die Daten sind heute in die Druckerei geflogen, der Band wird wohl in der ersten Mai-Woche ausgeliefert. Bestellungen werden ab jetzt entgegengenommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" title="Koopmann_Cover" src="http://www.bernstein-verlag.de/sites/default/files/schriftenreihe/hp_Koopmann_0.jpg?1253459487" alt="" width="84" height="118" />»Faust reist an den Lido. Goethes Spuren in Thomas Manns Novelle ›Der Tod in Venedig‹« &#8211; so lautet der Titel von Band 3 der <a title="BonnKölner TMG-Schriften im Bernstein-Verlag" href="http://www.bernstein-verlag.de/schriftenreihe/thomas-mann-schriften" target="_blank">Schriften</a> des <a title="Homepage OV BonnKöln der TMG" href="http://www.thomasmann-bonnkoeln.de/" target="_blank">Ortsvereins BonnKöln</a> der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft e.V.<br />
Die Daten sind heute in die Druckerei geflogen, der Band wird wohl in der ersten Mai-Woche ausgeliefert. <a href="mailto:order@bernstein-verlag.de">Bestellungen</a> werden ab jetzt entgegengenommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Goethe &amp; Zelter &#8211; eine außergewöhnliche Freundschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 21:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Votrag]]></category>
		<category><![CDATA[Zelter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Goethe-Gesellschaft Bonn lädt ein zu einem Vortrag von Franz Josef Wiegelmann (Siegburg) zum Thema »Goethe und Zelter – Lebensstationen einer außergewöhnlichen Freundschaft«. Planmäßig mit Bild- und Tondokumenten. Donnerstag, 28. Januar 2010, 20.00 Uhr Hauptgebäude der Universität Bonn, HS IV - Eintritt frei! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die <a title="HP Goethe-Gesellschaft Bonn" href="http://www.goethe-gesellschaft-bonn.de" target="_blank">Goethe-Gesellschaft Bonn</a> lädt ein zu einem Vortrag von Franz Josef Wiegelmann (Siegburg) zum Thema <strong>»Goethe und Zelter – Lebensstationen einer außergewöhnlichen Freundschaft«</strong>. Planmäßig mit Bild- und Tondokumenten.<br />
<strong>Donnerstag, 28. Januar 2010, 20.00 Uhr</strong><br />
Hauptgebäude der Universität Bonn, HS IV<br />
- Eintritt frei! -</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Norbert Oellers: Schiller-Goethe. Der Briefwechsel</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Goethe und Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Schillerjahr]]></category>

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		<description><![CDATA[Professor Dr. Norbert Oellers spricht über den Schiller-Goethe-Briefwechsel und seine Arbeit an der Neuedition 1823 begann Goethe mit der Redaktion des Briefwechsels, den er in den Jahren 1794 bis 1805 mit Schiller geführt hatte; er bezeichnete ihn in einem Brief an seinen Verleger Cotta »als den größten Schatz den ich vielleicht besitze«, und fand in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Dr. </strong> <strong>Norbert Oellers spricht über den Schiller-Goethe-Briefwechsel und seine Arbeit an der Neuedition</strong></p>
<p>1823 begann Goethe mit der Redaktion des Briefwechsels, den er in den Jahren 1794 bis 1805 mit Schiller geführt hatte; er bezeichnete ihn in einem Brief an seinen Verleger Cotta »als den größten Schatz den ich vielleicht besitze«, und fand in ihm »die schönsten Spuren unseres glücklichen und fruchtbaren Zusammenseyns« (an Wilhelm von Humboldt). 1828/29 veröffentlichte Goethe dieses einzigartige Dokument der klassischen deutschen Literatur, nicht ganz vollständig und nicht ohne Eingriffe in den Text. — 180 Jahre später, zu Schillers 250. Geburtstag, erscheint der Briefwechsel zum ersten Mal nach allen Regeln der Editionskunst: historisch-kritisch, exakt nach den überlieferten Handschriften, mit allen Varianten als Fußnoten zu den entsprechenden Textstellen. Der Kommentarband stellt die nötigen Informationen zu Personen, Werken und Ereignissen in verschiedenen Verzeichnissen und Registern sowie in einer Chronik der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller bereit.</p>
<p>Schiller-Goethe. Der Briefwechsel. Herausgegeben und kommentiert von Norbert Oellers. 2 Bände (Text und Kommentar). Reclam 2009.</p>
<p><strong>Norbert Oellers</strong> ist Professor em. für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bonn und seit 1991 alleiniger Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe.</p>
<p><strong>Termin:</strong> Dienstag, 17. November 2009, 20 Uhr<br />
<strong>Veranstalter:</strong> Buchhandlung &amp; Galerie Böttger<br />
<strong>Ort:</strong> Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn<br />
<strong>Preis: </strong>Eintritt: 5 € / 3 €</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zitat der Woche (ZdW) #4</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2009/11/15/zitat-der-woche-zdw-4/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[ZdW - Zitat der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Schweitzer]]></category>

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		<description><![CDATA[[...] Ein Dreifaches liegt uns ob in Goetheschem Geiste. Wir haben zu ringen mit den Umständen, daß die Menschen, die durch diese Umstände in die Arbeit eingeengt und in ihr verzehrt werden, dennoch die Möglichkeit der Geistigkeit behalten. Wir haben zu ringen mit den Menschen, daß sie in der stetigen Ablenkung auf das Äußerliche, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>[...] Ein Dreifaches liegt uns ob in Goetheschem Geiste. Wir haben zu ringen mit den Umständen, daß die Menschen, die durch diese Umstände in die Arbeit eingeengt und in ihr verzehrt werden, dennoch die Möglichkeit der Geistigkeit behalten. Wir haben zu ringen mit den Menschen, daß sie in der stetigen Ablenkung auf das Äußerliche, das in unserer Zeit gegeben ist, den Weg zur Verinnerlichung finden und auf ihm bleiben. Wir haben zu ringen mit uns und mit allen den anderen, daß wir in einer Zeit verworrener und humanitätsloser Ideale den großen Humanitätsidealen des 18. Jahrhunderts treu bleiben, sie in die Gedanken unserer Zeit übertragen und zu verwirklichen suchen. [...]</p></blockquote>
<p><strong>Q.:</strong> Goethe. Vier Reden von Albert Schweitzer; Beck&#8217;sche Verlagsbuchhandlung, München 1950/56, S. 7-17, hier S. 17.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schiller &#8211; eine Verlockung</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2009/09/22/schiller-eine-verlockung/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 16:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Siegburger Literaturwochen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schiller &#8211; eine Verlockung Im Rahmen der diesjährigen Siegburger Literatur-Wochen präsentieren die Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V. und die Stiftung Goethe-Bibliothek (i.Gr.) in Zusammenarbeit mit Michael Engelhard vom 27. Oktober 09 bis zum 17. Januar 10 eine Sonderausstellung, die sich im Schiller-Jubeljahr dem jüngeren der beiden »Dioskuren« der Weimarer Klassik widmet. Aus Anlass des 250. Geburtstages (10.11.1759) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-623" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" title="Schiller - eine Verlockung" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2009/09/Schiller-eine-Verlockung1.jpg" alt="Schiller - eine Verlockung" width="200" height="266" /><strong>Schiller &#8211; eine Verlockung</strong></p>
<p>Im Rahmen der diesjährigen <strong>Siegburger Literatur-Wochen</strong> präsentieren die <a title="Hoempage GGSU" href="http://www.goethe-gesellschaft-su.de" target="_blank">Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V.</a> und die <a title="Homepage SGB" href="http://stiftung-goethe-bibliothek.org" target="_blank">Stiftung Goethe-Bibliothek (i.Gr.)</a> in Zusammenarbeit mit Michael Engelhard <em>vom 27. Oktober 09 bis zum 17. Januar 10</em> eine <strong>Sonderausstellung</strong>, die sich im Schiller-Jubeljahr dem jüngeren der beiden »Dioskuren« der Weimarer Klassik widmet.<br />
Aus Anlass des <em>250. Geburtstages (10.11.1759) von Friedrich Schiller</em> zeigt die Ausstellung neben Exponaten aus der Sammlung Engelhard verschiedene Schiller-Exponate und -Memorabilien, originale (Erst-)Ausgaben und andere Kostbarkeiten. Die Stiftung Goethe-Bibliothek [i.Gr.] präsentiert im ›Schaufenster‹ des Museums u.a. Highlights ihrer wachsenden Sammlung.</p>
<p>Nähere Informationen, auch zu einem etwaigen Begleitprogramm, werden laufend hier im BernsteinBlog, aber auch auf der <a title="Homepage GGSU - Termine" href="http://www.goethegesellschaft-su.de/pageID_7055187.html" target="_blank">Hompage</a> der Goethe-Gesellschaft bekannt gegeben …</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Goethe wird sich wundern &#8230;</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2009/08/29/goethe-wird-sich-wundern/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 09:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur für Cracks: Der Harenberg Kalender Literatur 2009 bietet für jeden Tag (z.B. beim Frühstück) u.a. ein kleines Rätsel aus der Welt der Literatur. Für den 28. August, also Goethes-Geburtstag, ist folgende Frage in der Kategorie »LiteraLogisch« vorgesehen und lädt zum Raten und/oder zur Preisgabe von Wissen ein: Wie lautet der Titel des bedeutendsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur für Cracks:<br />
Der Harenberg Kalender Literatur 2009 bietet für jeden Tag (z.B. beim Frühstück) u.a. ein kleines Rätsel aus der Welt der Literatur.<br />
Für den 28. August, also Goethes-Geburtstag, ist folgende Frage in der Kategorie »LiteraLogisch« vorgesehen und lädt zum Raten und/oder zur Preisgabe von Wissen ein:</p>
<p>Wie lautet der Titel des bedeutendsten naturwissenschaftlichen Werks Johann Wolfgang von Goethes?</p>
<p>a) »Laokoon«<br />
b) »Wilhelm Meisters Lehrjahre«<br />
c) »Monadologie«</p>
<p><span id="more-514"></span>Die Auflösung erfolgt dann (immer) auf dem Kalenderblatt des Folgetages. Dort ist also für den 29./30. August folgende Lösung als die richtige verzeichnet &#8211; man liest es hinsichtlich des Antwort-›Pools‹ vom Vortag nicht ohne Verwunderung und doch auch zur eigenen Erleichterung:</p>
<p>c) »Zur Farbenlehre«.</p>
<p>So kann man Rätsel natürlich auch (noch!) spannender machen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Herbst-Novität: Musensohn oder Rattenfänger? (W. Butzlaff)</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2009/08/18/herbst-novitat-musensohn-oder-rattenfanger-w-butzlaff/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 16:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Butzlaff]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Oktober 2009 erscheint das neue Buch von Wolfgang Butzlaff, das sich unter dem Titel »Musensohn oder Rattenfänger« auf vier Ebenen der Goethe-Rezeption widmet. Der Band versammelt verschiedene Arbeiten des Autors, der über lange Jahre nicht nur die Geschicke der Kieler Goethe-Gesellschaft leitete, sondern als promovierter Germanist und Romanist auch einem Gymnasium der Hansestadt vorstand. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 1px solid black; margin: 10px; vertical-align: text-top;" title="Cover - Butzlaff" src="http://blog.bernstein-verlag.de/wp-content/uploads/2009/08/hp_Butzlaff-Goethe.jpg" alt="Cover - Butzlaff" width="250" height="374" />Im <em>Oktober 2009</em> erscheint das neue Buch von <em>Wolfgang Butzlaff</em>, das sich unter dem Titel <em>»Musensohn oder Rattenfänger«</em> auf vier Ebenen der Goethe-Rezeption widmet.<br />
Der Band versammelt verschiedene Arbeiten des Autors, der über lange Jahre nicht nur die Geschicke der Kieler Goethe-Gesellschaft leitete, sondern als promovierter Germanist und Romanist auch einem Gymnasium der Hansestadt vorstand.<br />
Die Vermittlung von Literatur verbindet in den Butzlaffschen ›Goetheana‹ auf erfreuliche, weil leserfreundliche Weise fachliche mit didaktischer Könnerschaft. Hier wird der »Lehrer« im besten aller Wortsinne tätig und öffnet dem Leser die Augen für die verschiedensten Aspekte Goethescher Werke. <span id="more-446"></span>Dass der Autor ein echter Kulturmensch ist, zeigt auch die genre-übergreifende Bandbreite der behandelten Stoffe: In wissenschaftlichen Aufsätzen, die dennoch mit Vergnügen zu lesen sind, behandelt Wolfgang Butzlaff verschiedene Werke und Themen des Weimarer Dichters. Eine weitere Leidenschaft des Autors ist die Literaturkritik, also die Rezension von einschlägiger Sekundär-Literatur zu Goethe. Dabei stellt er sich erfolgreich der Schwierigkeit, als passionierter Autor, also ein Mensch, der selber schreibt, die Elaborate anderer gleichsam als »Gesetzgeber und Richter« kritisch unter die Lupe zu nehmen.<br />
Eben jene Arbeit des Kritikers leistet Butzlaff auch dort, wo es nicht um das geschriebene Wort, sondern andere Kunstformen geht, die das Goethesche Werk ver- und bearbeitet haben: Schauspiel, Oper, Ballett. Eine historisch interessante und ebenso amüsante Erweiterung erfährt das Potpourri der hier versammelten Texte durch vier persönliche Berichte über Tagungen der Goethe-Gesellschaft Weimar, u.a. aus den Jahren 1972, 1973, 1982. Hier wird, oft auch auf heitere Weise, die Geschichte der Weimarer Goethe-Gesellschaft noch einmal lebendig und Wolfgang Butzlaff das nur zu gerne zur Hand genommene ›Fernglas‹ in die Vergangenheit. Viele große Namen werden hier lebendig, die jüngere Goethe-Freunde nur aus den Jahrbüchern der Gesellschaft oder honorigen Portrait-Sammlungen kennen …</p>
<p>Der Band erscheint zur Buchmesse 2009 und wird u.a. in einer festlichen Feierstunde in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek aus Anlass des Geburtstages von Wolfgang Butzlaff präsentiert.</p>
<p><em>Musensohn oder Rattenfänger. Goethe-Rezeption auf vier Ebenen; ca. 272 Seiten, 1. Aufl., Bonn 2009, ISBN 978-3-939431-44-2, ca. 16,80 Euro</em></p>
<p><strong>Vorbestellungen</strong> nimmt der Verlag schon jetzt gerne entgegen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>R. Safranski: Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft (W. Butzlaff)</title>
		<link>http://blog.bernstein-verlag.de/2009/08/14/r-safranski-goethe-und-schiller-geschichte-einer-freundschaft-w-butzlaff/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 11:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernsteinblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[LeseProbe]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe und Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Safranski]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Butzlaff]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass – am 17.08.09 erscheint, von vielen bereits erwartet, das neue Buch von Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft (Hanser Verlag) – veröffentlichen wir hier und heute, gleichsam als ›Vorabdruck‹, eine Rezension dieser Novität aus der Kritiker-Feder unseres Autors, Dr. Wolfgang Butzlaff (Kiel). Sie ist Teil des Sammelbandes mit dem Titel »Musensohn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus aktuellem Anlass – am 17.08.09 erscheint, von vielen bereits erwartet, das neue Buch von <em>Rüdiger Safranski: </em><em>Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft</em><strong> </strong>(Hanser Verlag) – veröffentlichen wir hier und heute, gleichsam als ›Vorabdruck‹, eine Rezension dieser Novität aus der Kritiker-Feder unseres Autors, <em>Dr. Wolfgang Butzlaff</em> (Kiel). Sie ist Teil des Sammelbandes mit dem Titel <em>»Musensohn oder Rattenfänger. Goethe-Rezeption auf vier Ebenen«</em>, dessen Erscheinen im Oktober 09 auch das Resümee einer lebenslangen Beschäftigung des erprobten Goethe-Spezialisten mit der Klassik anlässlich seines Geburtstags darstellt. Der Band wird im Rahmen einer festlichen Feierstunde zu Ehren des Jubilars/Autors in den Räumen der <em>Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek</em> am <em>31. Oktober 2009</em> präsentiert.</p>
<blockquote><p><strong>Die Dioskuren der deutschen Klassik</strong></p>
<p>Verleger und Autoren werden es nicht gerade begrüßt haben, daß 2009 schon wieder Anlaß besteht, die Erinnerung an Schiller aufzufrischen. Sind nicht vor vier Jahren erst anläßlich seines zweihundertsten Todestages umfangreiche Biographien und erhellende Spezialstudien genug erschienen, um jetzt zum zweihundertfünfzigsten Geburtstag des Dichters auf sie zurückgreifen zu können? Hat nicht gerade Rüdiger Safranski mit dem Untertitel »Die Erfindung des deutschen Idealismus« 2004 in seinem Schillerbuch auch das gesamte geistige Umfeld neu aufgearbeitet und ausgebreitet? Innerhalb kurzer Zeit dürften doch kaum so viele bisher unbekannte Einzelheiten von Schillers Leben und Werk hinzugekommen sein, daß ein neues Gesamtbild gerechtfertigt wäre.</p>
<p>Wenn nun der Hanser Verlag trotzdem ein neues Buch von Safranski über die deutsche Klassik herausbringt, so scheint der Titel »Goethe &amp; Schiller. Geschichte einer Freundschaft« tatsächlich etwas Neues zu versprechen. Aber schon bisher konnte keine reine Schiller- oder Goethe-Monographie darauf verzichten, das Verhältnis der beiden Dichter zueinander in aller Ausführlichkeit darzustellen. Safranski hat somit nichts anderes getan, als einen immer schon bekannten, allerdings zentralen Aspekt der Weimarer Klassik zu isolieren.<span id="more-433"></span></p>
<p>Ausgangspunkt der Untersuchung ist das erste Zusammentreffen Goethes und Schillers im Dezember 1779, als Goethe und sein Herzog Karl August in Stuttgart den württembergischen Herzog Karl Eugen besuchten und am Stiftungsfest der Karlsschule teilnahmen. Für die Goethe-Schiller-Beziehung eine sehr einseitige Angelegenheit; denn während Schiller, dem mehreren Silbermedaillen und Diplome überreicht wurden, bereits ein glühender Goethe-Verehrer war, wird bei Goethe der zwanzigjährige Medizinstudent Schiller trotz seiner Auszeichnungen kaum Spuren hinterlassen haben. Eine Begegnung, die immer auf Gegenseitigkeit beruht, war es demnach nicht. Vermutlich wurde Goethe erst auf Schiller aufmerksam, als im Sommer 1781 die Buchausgabe der »Räuber« erschien, oder sogar erst, als die Mannheimer Premiere des Stückes im Januar 1782 Furore machte. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß Schiller später, als sie befreundet waren, Goethe auf das Zusammentreffen in Stuttgart angesprochen oder daß Goethe sich von sich aus daran erinnert hat. Zu sehr waren beide auf ihr gegenwärtiges Wirken und ihre Zukunftsprojekte konzentriert.</p>
<p>In den getrennten Entwicklungslinien der beiden Dichter bis zu ihrer ersten wirklichen Begegnung 1788 in Rudolstadt entdeckt Safranski eine Gemeinsamkeit: beide hätten sich auf der Flucht befunden. Schiller aus Stuttgart auf der Suche nach einem ungefährdeten Aufenthaltsort, und Goethe aus Weimar nach Italien. Schon hier fällt auf, daß Safranski nicht genug betont, welche Ungleichheit das Verhältnis der beiden von Anfang an und auch nach ihrem Arbeitsbündnis im Jahre 1794 charakterisierte. Der philosophische Kopf Schiller – um die Titelbegriffe seiner Antrittsvorlesung aufzunehmen – sieht sich zeitweise gezwungen, als Brotschriftsteller zu arbeiten, anstatt seine eigenen, unabhängigen Pläne zu verwirklichen. Zwar wird auch Goethes Schaffenskraft manchmal durch Krankheiten beeinträchtigt, aber längst nicht wie die Schillers, der nach seinem Zusammenbruch in einem Erfurter Konzert 1791 nie wieder ganz gesund wird. Davon, daß er trotzdem mit durchspielten und durchzechten Nächten Raubbau an seiner Gesundheit treibt, erfährt man bei Safranski nichts. Während er in seinem Literaturverzeichnis Sigrid Damms Buch über Christiane Vulpius anführt, fehlt die 2004 erschienene Biographie der Charlotte Schiller von Eva Gesine Baur. Gerade dieses Buch entwirft aber ein sehr realistisches, teilweise erschütterndes Bild der Lebensumstände im Weimarer Hause Schiller. Als legitimierte Ehefrau eines Dichters hatte es Schillers Charlotte vermutlich nicht leichter, möglicherweise sogar schwerer als die im Verborgenen wirkende Christiane. Über diese Partnerinnen-Problematik verliert Safranski jedoch kein Wort.</p>
<p>Ihm kommt es in erster Linie darauf an, die unterschiedlichen geistigen Positionen der beiden Dichter, ihre Annäherung und gegenseitige Befruchtung offenzulegen. Mit reichem Quellenmaterial, vor allem längeren Briefzitaten, konzentriert er sich auf die Goethe-Schiller-Beziehung als Ideengeschichte. Was er als Freundschaft bezeichnet, war aber lediglich eine Arbeitsfreundschaft, in der es um Goethes und Schillers literarisches Schaffen und dessen theoretische Grundlagen ging. Den Unterschied dieser Arbeitsfreundschaft zu umfassenden, alle Lebensbereiche einbeziehenden Freundschaften hätte Safranski aufzeigen können, indem er Schillers Freundschaft mit Körner, Goethes Freundschaft mit Zelter heranzog.</p>
<p>Es ist nicht auszuschließen, daß Safranski bei der Vorbereitung dieses Buches auch philologische Feinarbeit geleistet hat. Doch scheint er anzunehmen, deren Ergebnisse seien für eine breitere Leserschicht zu fachspezifisch und daher auszuklammern. Aber erst wenn man weiß, daß Schiller seine kritischen »Anmerkungen« zu »Wilhelm Meister« in einer Art Liste zusammenstellte, die Goethe dann regelrecht abarbeitete; wenn man erfährt, was genau Schiller als Kritiker an »Egmont« bemängelte und was er als Dramaturg änderte; wenn man sich einmal genauer ansieht, mit welch schonender Wortwahl er dem Schriftsteller-Kollegen seine Kritik beibrachte; wenn man schließlich feststellt, daß Schiller sich noch in seinem allerletzten Brief an Goethe kritisch mit einem seiner Texte auseinandersetzt, erst dann gewinnt man detaillierte Einblicke in die literarische Werkstatt der Arbeitsfreunde.<a href="#_ftn1">[1]</a> Für Goethes entsprechende Mitarbeit an Schillers Dramen existierenden derartige schriftlich fixierte Zeugnisse leider nicht.</p>
<p>Schiller hat einen größeren Teil seiner Arbeitszeit als Goethe in ihr Teamwork investiert. Auch das verdiente ausgesprochen zu werden. Safranski verschweigt außerdem, daß sich Goethe nicht scheute, Schiller einmal regelrecht zu mystifizieren, indem er ihm sein »Elpenor«-Manuskript ohne Verfasserangabe zur Beurteilung zuschickte. Das läßt den Schluß zu, Goethe habe in der Arbeitsfreundschaft die ihm eigene Ironie nicht völlig ausgeschaltet.</p>
<p>Einige kleinere inhaltliche oder sprachliche Fehler seien hier in einer Anmerkung mitgeteilt, damit sie vom Lektorat in weiteren Auflagen korrigiert werden können.<a href="#_ftn2">[2]</a> In einem Falle aber wird Safranski nicht umhin können, seinen Text selbst zu berichtigen. Er sagt auf Seite 85 von dem nach der Kampagne in Frankreich erschöpften Goethe: »Er sucht am Ende des katastrophalen Feldzugs Zuflucht im heimatlichen Frankfurt« und bezieht sich dabei auf einen Brief an Ehepaar Herder. Das liest sich so, als sei es wirklich so gewesen. Goethe hatte, als er den Brief am 16. Oktober 1792 in Luxemburg schrieb<a href="#_ftn3">[3]</a>, auch tatsächlich die Absicht, sich bei seiner Mutter zu erholen. Doch da kurz darauf die Franzosen Frankfurt besetzten, änderte er seinen Plan und fuhr über Koblenz und Trier nach Düsseldorf-Pempelfort zu seinem alten Freunde Fritz Jacobi. Er brauchte einen ganzen Monat (vom 6. November bis zum 4. Dezember), um wieder zu Kräften zu kommen. Erst im Mai 1793 besuchte er während der Belagerung von Mainz dann auch seine Mutter.</p>
<p>Originellster Beitrag des Buches ist ein Epilog, in dem Safranski »Schillers zweite Karriere im Geist Goethes« verfolgt, anders gesagt, untersucht, wie die Freundschaft Goethes Leben auch nach Schillers Tod beeinflußt und geprägt hat. Weiterhin wäre auch zu fragen möglich gewesen, wie sich in der Klassik-Rezeption bis zur Gegenwart die Bewertung und Gewichtung der Dichter-Freunde bis zur heutigen Überlegenheit Goethes entwickelt hat. Doch das hätte wohl den Rahmen dieses Buches gesprengt.</p>
<p>Ungeachtet der hier vorgetragenen Einzelkritik informiert Safranski zuverlässig über sein Thema und erleichtert die Übersicht durch Aufteilung in abgerundete Kapitel, denen jeweils ein Resümee in Stichworten vorangeht. Ein formales Gerüst, mit dem er sich schon in seinen vorangegangenen Büchern ein übergreifendes, individuelles Gestaltungsprinzip geschaffen hat.</p>
<p>Bei all den Vorzügen auch dieses Buches ist abschließend dennoch zu fragen, welche Leserschicht es ansprechen könnte. Für den Kenner der Klassik erübrigt sich die Lektüre, da er in der Sache nichts Neues erfährt und durch Safranskis ziemlich eng an den Fakten orientierte Darstellung auch kaum zu neuem Überdenken des Goethe-Schiller-Komplexes angeregt wird.</p>
<p>Beim literarisch interessierten Laien werden Kenntnisse der Hauptwerke vorausgesetzt, wie sie heute kaum noch jemand mitbringt. Daher wird er Safranskis Text nicht ohne Verständnislücken in sich aufnehmen können. Das spricht nicht gerade für einen Bestseller-Erfolg des Buches.</p>
<p>Doch nach den Gesetzen des Marktes, nach denen der Ruf des Autors, das Public-Relation-Potential des Verlages sowie Attraktivität und Aktualität des Themas über die Verbreitung eines Buches entscheiden, wird auch dieser neue Safranski seine Käufer finden. Sie werden sich auch kaum davon abschrecken lassen, daß der erste Satz des Buches – „Freundschaft im eminenten Sinne ist selten.“ – inhaltlich und stilistisch mißglückt ist.</p>
<p>Rüdiger Safranski: Goethe &amp; Schiller. Geschichte einer Freundschaft. 320 Seiten. Hanser Verlag, München 2009. ISBN 978-3-446-23326-3. Euro 21,50.</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Dazu der Aufsatz des Verfassers „Schiller als Kritiker Goethes“ in: Musensohn oder Rattenfänger. Goethe-Rezeption auf vier Ebenen; Bernstein, Bonn 2009, in Vorb. (ersch. 31. Okt.).</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Auf S. 22 heißt es: „Wirklich zog Goethe andere Autoren des Sturm und Drang … wie ein Kometenschweif hinter sich her.“ Da Goethe vermutlich nicht selbst der Schweif, sondern der Komet sein soll, muß es richtig heißen: „wie <em>einen</em> Kometenschweif.“</p>
<p>Auf S. 23 ist im Satz „In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre wurden die Nachrichten vom Genietreiben in Weimar spärlicher“ die Zeitangabe so, wie sie dasteht, gar nicht gemeint. Goethes Wohnsitz war von November 1775 ab in der gesamten zweiten Hälfte der siebziger Jahre Weimar. Das Genietreiben ging erst im zweiten Teil dieser Zeit zurück. Also muß er richtig heißen: „In den letzten siebziger Jahren“, oder, eleganter: „Gegen Ende der siebziger Jahre“.</p>
<p>Auf S. 90 berichtet Safranski, daß Schiller Ende 1792 dabei ist, „ein Sendschreiben an die Französische Republik, deren Ehrenbürger er seit wenigen Wochen ist, zu verfassen.“ Erst 1798 kommt es, wie auf S. 91 vermerkt, zur verspäteten „Übersendung des Ehrenbürgerbriefes“. Schiller wurde aber nicht zum Ehrenbürger, sondern zum „citoyen“ ernannt, also gewissermaßen zum ganz normalen Bürger wie von Geburt her alle anderen Franzosen. In der Chronik seines Schillerbuches (München 2004, S. 535) hat das Safranski selbst als „das französische Bürgerrecht“ verzeichnet. Auf S. 90 ist daher der Ehrenbürger durch den einfachen Bürger zu ersetzen, und auf S. 91 „Ehrenbürgerbriefes“ durch „<em>Bürgerdiploms</em>“, einen Begriff, den auch Gero von Wilpert auf S. 217 seiner Schiller-Chronik verwendet.<br />
Auf S. 115 muß es richtig heißen: „Eine Suite von drei Zimmern … <em>stand</em> Schiller zur Verfügung“, auf S. 147 „<em>seinem</em> alten Freund …vorwarf.“</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> WA IV, 10, S. 35 f.</p></blockquote>
<p>Diese Kritik aus der Feder von Dr. Wolfgang Butzlaff lädt vielleicht den einen oder anderen zu einer Auseinandersetzung mit dem besprochenen Buch ein und regt zu eigenen Gedanken, ja vielleicht zu weiterer Kritik oder ›Kritik der Kritik‹ ein. Es würde uns freuen, wenn dafür damit auch hier ein Raum geboten werden könnte … Last but not least wünschen wir eine angenehme und gewinnbringende Lektüre!</p>
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