Mittwoch, 18. Mai 2011 15:29 | Autor: bernsteinblog
Am 18. Mai 1858 stirbt Carl Wigand Maximilian (Max) Jacobi (geb. am 10. April 1775) an einer Gesichtsrose in Siegburg, wo er lange Jahre segensreich als Gründungsdirektor der ersten Irrenheilanstalt der Rheinprovinz gewirkt hat, die 1825 in den Räumlichkeiten der Benediktiner-Abtei auf dem dortigen Michaelsberg installiert wurde.
Verheiratet mit Anna Jacobi, einer geborenen Claudius und Tochter des berühmten ›Wandsbecker Boten‹, Matthias Claudius, war Max Jacobi u.a. auch Herausgeber der Briefe seines Vaters, Friedrich Heinrich Jacobi, mit Goethe, der ihm in der Zeit des Medizinstudiums in Jena väterlicher Freund und ›Tutor‹ wurde. Der Kontakt blieb – locker – erhalten und führte dazu, dass auch der Bekannte in Weimar über das Entstehen und den Fortgang der Anstalt in Siegburg unterrichtet wurde.
Den großen und weit verzweigten Familienkreis und auch Max Jacobi im besonderen lässt die jüngst erschienene ›Bild-Brief-Biographie‹ von Jan Wartenberg gleichsam wieder aufleben und macht ein ganzes ›Netzwerk‹ an Beziehungen sichtbar, in das eng verflochten zu sein die Vertreter und Miglieder der Familien Jacobi/von Clermont zu außerordentlich spannenden Persönlichkeiten der Zeit macht.
Zu Max Jacobi, an dessen 153. Todestag also heute zu erinnern ist, bietet die Novität auf den Seiten 147–161 interessante Informationen und zahlreiche Abbildungen. …
Eine ausführliche Biographie über Maximilian Jacobi ist unter dem Arbeitstitel »Carl Wigand Maximilian Jacobi (1775–1858). Mediziner, Arzt und Menschenfreund« aus der Feder von Franz Josef Wiegelmann in Vorbereitung.
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Donnerstag, 12. Mai 2011 11:15 | Autor: bernsteinblog

Der aktuelle Newsletter der Goethe-Gesellschaft Weimar e.V. bringt – zu unserer großen Freude – als Feature einen Bericht über den Bonner Bernstein-Verlag. Die Homepage und insbesondere der in der nunmehr 2. Ausgabe vorliegende Newsletter der ›Weimarer Muttergesellschaft‹ sei hiermit allen Goethe-Freunden nachdrücklich empfohlen.
- Mit Goethe in guter Gesellschaft! -
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Montag, 2. Mai 2011 17:19 | Autor: bernsteinblog
Die jüngst erschienene Novität von Jan Wartenberg, »Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont«, wurde am Freitag, dem 29. April 2011, im Goethe-Museum Düsseldorf, das als Herausgeber an dem Band beteiligt ist, dem dortigen Direktor, Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Volkmar Hansen, übergeben. Unser Bild zeigt die Herren Hansen (links) und Wartenberg (rechts) vor – auch in dem neuen Buch vertretenen – Bildnissen aus dem Familienkreis Jacobi/von Clermont. Die van Meeteren-Stiftung und der Freundeskreis des Goethe-Museums Düsseldorf haben mit einer großzügigen Förderung zum Gelingen der ›Katalog-Biographie‹ beigetragen. Beiden sei auch an dieser Stelle ein aufrichtiger Dank ausgesprochen.
Der Band ist ab sofort über den Buchhandel oder auch direkt beim Verlag zu beziehen. [Den nationalen Endkunden beliefern wir stets portofrei].
Bibliographie:
Jan Wartenberg: Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnsse und Zeitzeugnisse. Hrsg. v. Goethe-Museum Düsseldorf – Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, mit einem Geleitwort von Volkmar Hansen und einer Einleitung von Gudrun Schury. Mit zahlreichen s/w-Abbildungen im Text und farbigen Abbildungen auf 32 Tafeln sowie einer genealogischen Falttafel im Anhang, 317 Seiten, 21 x 22,5 cm, gebunden, fadengeheftet mit Lesebändchen, ISBN 978-3-939431-05-3, Euro 34,80.
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Dienstag, 26. April 2011 20:01 | Autor: bernsteinblog

In Kooperation mit dem Bonner REX-Kino (Frongasse 9, D-53121 Bonn) veranstaltet der Ortsverein BonnKoeln der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft e.V. eine Filmreihe unter dem Titel »Thomas Mann im (REX-)Kino«.
Gezeigt werden Klassiker von Mann-Verfilmungen. Die Vorführungen finden vom 1. Mai bis zum 1. Juni 2011 statt und präsentiert werden folgende Filme:
- Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull → So., 1. Mai, 11.00 Uhr ¦ Mi., 4. Mai, 16.30 Uhr
- Der Zauberberg → So., 8. Mai, 11.00 Uhr ¦ Mi., 11. Mai, 16.30 Uhr
- Lotte in Weimar → So., 15. Mai, 11.00 Uhr ¦ Mi., 18. Mai, 16.30 Uhr
- Doktor Faustus → So., 22. Mai, 11.00 Uhr ¦ Mi., 25. Mai, 16.30 Uhr
- Tod in Venedig → So., 29. Mai, 11.00 Uhr ¦ Mi., 1. Juni, 16.30 Uhr
Zu dieser Reihe wurde eine Broschüre erstellt, die ›Handreichungen‹ zu den einzelnen Filmen bereithält, um dem Zuschauer ein wenig Hintergrund zu den filmischen Adaptionen Mann’scher Werke zu bieten. Sie ist an der Kinokasse im REX käuflich zu erwerben.
Die Homepage des Ortsvereins BonnKöln der DTMG informiert dazu wie folgt:
[...] Den Auftakt bildet der Film »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull« von Kurt Hoffmann aus dem Jahre 1957. Diese leichte Komödie mit Horst Buchholz und Liselotte Pulver in den Hauptrollen war ein wichtiger Beitrag zum Unterhaltungskino der 1950er Jahre. Am 8. und 11. Mai folgt mit »Der Zauberberg« von Hans W. Geißendörfer eine Adaption, die den Roman in die Entstehungszeit der frühen 1980er Jahre zu übersetzen sucht und als eine der besten Thomas-Mann-Verfilmungen gilt. Es folgt am 15. und 18. Mai mit »Lotte in Weimar« von Egon Günther die einzige DEFA-Verfilmung eines Werks von Thomas Mann. Dieser Film, in dem Lilli Palmer die Titelrolle spielt, ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte der DDR. Am 22. und 25. Mai ist mit »Doktor Faustus« die zweite Thomas-Mann-Verfilmung zu sehen, an der Franz Seitz beteiligt war. Der Regisseur und Produzent war einer der wichtigsten Thomas-Mann-Adepten des deutschen Kinos, der sich in seinen Filmen um eine eigenständige Konzeption des Autors bemühte. Zum Abschluss der Reihe ist am 29. Mai und 1. Juni die wohl berühmteste Verfilmung eines Werkes von Thomas Mann und ein Meisterwerk der Filmkunst zu sehen: Luchino Viscontis »Tod in Venedig«.
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Freitag, 22. April 2011 13:07 | Autor: bernsteinblog

In Zusammenarbeit mit dem Bernstein-Verlag zeigt die Galerie Framework vom 29.5.–31.07. Arbeiten der Malerin und Lyrikerin Hilla Jablonsky – Trägerin der August-Macke-Medaille.
»Die große Stärke von Kunst besteht in der Freiheit, Gefühle und Leben schlechthin zu gestalten.«
»In meinen Bildern gestalte ich Räume meiner Sehnsüchte; in ihnen reist meine Phantasie«, so eine Devise der Grande Dame.
Vernissage: Sonntag, 29. Mai 2011 ¦ 15.00–18.00 Uhr
¦ Feierliche Eröffnung um 15.00 Uhr ¦
Es spricht Christina zu Mecklenburg, anschließend kleine Lesung.
Galerie Framework Arts ¦ Frankfurter Straße 123 ¦ 53773 Hennef (Sieg).
Telefon 0160 557 26 36 ¦ eva@framework-arts.de
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Montag, 18. April 2011 12:33 | Autor: bernsteinblog
Ab morgen wird der Band »Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnisse und Zeitzeugnisse« von Jan Wartenberg ausgeliefert.
Gurdrun Schury beginnt ihr Vorwort wie folgt und macht damit neugierig auf den kultur- und literarhistorischen Kleinkosmos, der in der Verbindung der beiden ›Titelfiguren‹ angelegt war und immer noch ist. Dort heißt es:
Ohne ihn fehlten uns eine ganze Menge wichtiger Erkenntnisse über das 18. Jahrhundert. Wie kein anderer war Friedrich Heinrich Jacobi Anreger und Beobachter von entscheidenden Strömungen seiner Epoche. Ob Pantheismus- oder Atheismusstreit, Kant- oder Schellingkritik, es fällt der Name Jacobi dabei. Er war es, der zusammen mit Christoph Martin Wieland die Idee des Teutschen Merkurs entwickelte, er war Bewahrer von Goethes Wanderers Sturmlied und Adressat einiger der geistvollsten Lessing- und Wielandbriefe, die man kennt. Wilhelm Heinses italienische Reise und deren Extrakt Ardinghello wären ohne Jacobi nicht zustande gekommen. Schließlich fehlten heute etliche Eintragungen im Who’s who des 18. Jahrhunderts, wäre Jacobis Lieblingsbeschäftigung nicht gewesen, Freundschaften zu pflegen, Briefe zu schreiben und zu empfangen. Lag gerade kein Brief auf seinem Pult, so schrieb er Rezensionen, Aufsätze, Abhandlungen, seine beiden Romane – stets war darin die epistolographische Form aber gegenwärtig. […]
Die Lektüre der Einleitung und des gesamten Bandes kann ab morgen fortgesetzt bzw. aufgenommen werden! (Vor-)Bestellungen sind ab sofort möglich und erwünscht! [bestellen]
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Donnerstag, 14. April 2011 10:15 | Autor: bernsteinblog
Vom 1. bis 22. Mai 2011 sind im Künstlerforum Bonn »Doppelgänger – Literatur und bildende Kunst« zu erleben. Schirmherr der Ausstellung ist Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn.
Der Bernstein-Verlag beteiligt sich daran mit einer Präsentation der ›KALLIOPE – Zeitschrift für Literatur und Kunst‹, die am Samstag, dem 21. Mai 2011 um 18.00 Uhr von Dr. Claudia Neubauer, der Mitherausgeberin, vorgestellt wird.
Doppelgänger – Literatur und bildende Kunst. Das Ausstellungskonzept entspringt einer tiefgehenden Beigeisterung für beide Ausdrucksarten, Literatur und bildende Kunst. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich seit langem intensiv mit der Durchdringung beider Bereiche bis hin zur Multimedialität.
Öffnungszeiten: Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 14-17 Uhr, So 11-14 Uhr
Künstlerforum Bonn, Hochstadenring 22-24, 53119 Bonn
Thema: Ankündigungen, Bernstein-Tipp, Bernstein-Verlag, Kalliope, Personen & Köpfe, Presse |
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Montag, 4. April 2011 19:27 | Autor: bernsteinblog
CfP der Deutschen Kafka-Gesellschaft: »Kafkas narrative Verfahren«
Die kafkasche Textdialektik von Interpretationsprovokation bei gleichzeitiger -verweigerung hat zu einer ebenso produktiven wie heterogenen Forschungslage geführt, deren einzelne Ausprägungen, so scheint es bisweilen, in unvereinbarem Widerspruch zueinander stehen. Da dies aber nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein kann, möchte sich die kommende Tagung der Deutschen Kafka-Gesellschaft einem Punkt zuwenden, der alle Richtungen gleichermaßen beschäftigt: der Poetik Franz Kafkas. [...]
Thema: Ankündigungen, Bernstein-Verlag, Kafka, Nachrichten, Presse, Termine |
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Samstag, 2. April 2011 13:41 | Autor: bernsteinblog
Der BernsteinFee hat amtswaltend am gestrigen Abend folgendes ermittelt: Richtig ›demaskiert‹ wurde unser kleines Cover-Rätsel (21.03.11) von Ernst Egener aus Glinde [www.fotografikum.de].
Seine Mail wurde aus den eingegangenen Lösungen gezogen und beschert ihm nun den Gewinn des Titels, den wir als Novität etwas ›versteckt‹ hatten. »Der Familienkreis Friedrich Heinrich Jacobi und Helene Elisabeth von Clermont. Bildnisse und Zeitzeugnisse« von Jan Wartenberg fliegt per Post umgehend nach Glinde, sobald die Bände in den nächsten Tagen aus der Druckerei kommen. Unserem Gewinner gratulieren wir herzlich, wünschen viel Vergnügen an und mit der Familienchronik, danken allen anderen Einsendern und grüßen frühlingshaft, Ihre Gebrüder Remmel aus Bonn.
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Freitag, 1. April 2011 8:06 | Autor: bernsteinblog
Am (verkaufsoffenen) Sonntag, dem 3. April 2011, stellt die Buchhandlung Böttger von 13-18 Uhr aktuelle Neuerscheinungen vor und lädt um 17 Uhr zu einer Buchpremiere ein. Erstmalig werden unter dem Titel »Wandlung aber ist das Leben« Gedichte von Claire Bauroff publiziert und von Ralf Georg Czapla, dem Herausgeber, vorgestellt.
Claire Bauroff (1895–1984) gehörte als Tänzerin und Aktmodell zu den auffälligsten Erscheinungen im künstlerischen Leben der Weimarer Republik. Sie war umschwärmter Mittelpunkt zahlreicher Intellektuellenkreise und unterhielt Freundschaften zu Hermann Broch, Paul Cassirer und anderen. Der vorliegende Band stellt bislang unveröffentlichte Gedichte aus ihrem Nachlass vor. Sie fragen nach den Bedingungen des menschlichen Seins und versuchen eine Synthese von Spiritualität und Leben. Illustriert wird der Band durch zwei farbige Typoskript-Faksimiles und 3 Portrait-Photographien (s/w) der Bauroff von Trude Fleischmann.
PD Dr. Ralf Georg Czapla studierte Germanistik, Komparatistik, lateinische und mittellateinische Philologie an der Universität Bonn und promovierte dort mit einer Dissertation über Arno Schmidt. Nach seiner Habilitation an der Universität Heidelberg mit einer Studie zur Geschichte der europäischen Bibelepik vor Klopstock nahm er bis 2010 eine Vertretungsdozentur an der Universität Freiburg wahr. 2006 und 2007 lehrte er als Gastdozent an der Università degli Studi di Roma ›Tor Vergata‹. Seit 2009 steht er der Rückert-Gesellschaft vor. Seit August 2010 arbeitet er im Projekt »Europa humanistica« der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Bibliographie
Claire Bauroff: »Wandlung aber ist das Leben«. Gedichte
Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Ralf Georg Czapla.
2 farbige Typoskript-Faksimiles, 3 s/w-Photographien von Trude Fleischmann.
96 Seiten, fadengeheftet, ISBN 978-3-939431-61-9, Euro 12,80.
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Dienstag, 29. März 2011 15:29 | Autor: bernsteinblog
@ is in Top 1000 Bonn (position: 62) at www.updood.com
Wir freuen uns und sagen: »Weiter so!« (Stand vom heutigen Tag – bereits Position #56) …
Sonnige Grüße, die Gebrüder Remmel
Thema: Bernstein-Verlag, Networking, Presse |
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Montag, 21. März 2011 10:20 | Autor: bernsteinblog

Wir haben eine Novität etwas »maskiert«. Unter allen, die uns bis zum 1. April (kein Scherz!) – bitte nur an die eMail-Adresse – verraten, welcher Titel sich hinter den Silhouetten verbirgt, verlosen wir ein Exemplar der Lösung.
Einen ertragreichen und bunten Frühling wünschen allen Lesern & Freunden: die Gebrüder Remmel
Thema: Bernstein-Verlag, BernsteinQuiz, Novitäten |
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Sonntag, 20. März 2011 19:40 | Autor: bernsteinblog

Die neuen Aufkleberchen (¤ 4,5 cm, rundgestanzt) sind in der Druckerei …
[Motiv: ExLibris, Willi Geiger (1878-1971), Archiv-Besitz BV]
Thema: Bernstein-Verlag, Networking, Presse |
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Sonntag, 20. März 2011 14:41 | Autor: bernsteinblog
Unter den zahlreichen Briefwechseln zwischen Göthe und seinen Freunden, deren Kenntniß wir den letzten Jahren verdanken, ist der vorliegende zwar nicht einer der umfangreichsten, aber ohnstreitig einer der interessantesten und wichtigsten. Nicht blos bietet er ganz neue Seiten für die Erkenntniß des Verhältnisses zwischen Göthe und Jacobi, welches bisher meist falsch dargestellt ist, sondern eröffnet uns auch eine tiefe Einsicht sowohl in die Natur Jacobi’s, die so klar und einfach ist, daß sie sich auch der gewöhnlichen Betrachtung nicht verleugnet, als besonders Göthes, des reichen unergründlichen Geistes, und giebt dabei viele Aufschlüsse über seine Studien und Schriften, die wir mit Dank annehmen. Indem nun das Verhältniß zwischen den beiden Männern sich als ein durchaus herzliches darstellt, fühlen wir uns von demselben von Brief zu Brief immer mehr angezogen und weilen mit Behagen in dem trauten Freundeskreise, der sich vor unsern Augen erweitert und die anziehendsten Gestalten aus Göthe’s Leben und vorführt. Darum kann man wohl jeden gemüthvollen Menschen einladen, in diesen Garten der köstlichsten Freundschaftsblumen einzutreten und an ihrem Dufte sich zu laben, und fühlt sich dem verehrungswerthen Herausgeber, dem Sohne Friedrich Jacobi’s, für die Sorgfalt der Anordnung zu Danke verpflichtet.
Es liegt aber nicht in dem Zwecke dieser Zeitschrift, auf den Werth dieser Briefsammlung im Allgemeinen aufmerksam zu machen, sondern vielmehr an dem Einzelnen nachzuweisen, was wir für die Kenntniß Göthe’s und seiner Dichtungen aus ihr gewinnen.
Dem Briefwechsel mit Jacobi ist als Einleitung ein kurzer von Göthe mit der Gattin Jacobi’s, Helene Elisabeth, geborene von Clermont, vorausgeschickt, die der Dichter früher kennen gelernt hatte als ihren Gatten und in seinem Leben auch mehrfach erwähnt. Es sind neun von Göthe und zwei von Frau Jacobi, aus den J. 1778 und 1774; dazu kommen zwei Briefe Göthe’s an Johanna Fahlmer, eine Tante Jacobi’s, die zweite Gattin von Johann Georg Schlosser, aus den Jahren 1778 und 1777. In diesen Briefen herrscht durchweg der Stil der Sturmperiode, es geht bunt darin her, recht frisch, genial lustig, man macht nicht viel Umstände, Göthe läßt sich auch wohl etwas weit gehen, wird genial derb (besonders in dem ersten Briefe an Johanna Fahlmer), aber es ist dabei doch ein so gemüthliches Leben, daß man die kleinen Lascivitäten leicht mit in den Kauf nimmt. Nur wegen der tiefsinnigen Liebe Göthe’s zu seiner verstorbenen Schwester muß namentlich der 13. Brief an Joh. Fahlmer hervorgehoben werden. [fortgesetzt ...]
Q.: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen. Unter besonderer Mitwirkung von Robert Hiecke und Heinrich Viehoff herausgegeben von Ludwig Herrig. Druck und Verlag von George Westermann, Braunschweig 1849. Sechster Band (1849), Seite 333–340.
Die ganze Rezension aus der Feder von Prof. Dr. Ludwig Hölscher des Briefwechsels in der Rubrik ›Beurtheilungen und kurze Anzeigen‹ gibt es hier (unter ›Download‹) zu lesen.
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